| TOPIC: mjm in general FÜNF ROCKER MÜSST IHR SEIN Zermalmende Gitarren-Soli, fette Sounds, getragene Tempi. Ihre Spezialität – die Markenzeichen von „Mojo Jazz Mob“, dem flotten Fünfer aus Münster/Ahlen. Jüngst feierte die Gruppe runden Geburtstag. Denn seit genau zehn Jahren hält sie wie Pech und Schwefel zusammen. Okay – Umbesetzungen fanden zwischenzeitlich immer wieder statt, doch das „Wir“-Gefühl der Formation wurde durch die Wechsel nicht beschädigt. Im Gegenteil: „Wir sind Freunde“, betont Schlagzeuger Timo Hurtig, „lassen uns nicht auseinander bringen.“ Ohnehin: „Das Band-Klima“, ergänzt Bassist Björn Gottmann, „ist uns heilig“ - so heilig wiederum, dass für die Probentermine gar gelegentliche Anfahrten aus Mainz, dem Studienort eines der Mitstreiter, in Kauf genommen werden. Töne und Takte Nun, parallel zum Bühnen-Jubiläum, machten sie sich selbst das schönste Geschenk: „Pacific Daybreak – Broken Nights“ – das Debutalbum, der Mix aus zwölf für gut befundenen Stücken. Doch es dauerte lange, bis die verschickten Songs in der Branche auf Resonanz stießen. Rühmliche Ausnahme: „Swamp-room-records“, das hannoversche Szene-Label. Per „myspace“ waren dessen Vetriebsmanager aufmerksam geworden. Sie räumten den Newcomern schließlich die Chance ein, den Erstling in Eigenregie produzieren zu dürfen. Vier Wochenenden mussten reichen, danach war die CD unter Dach und Fach. „Bisweilen“, grinst Gottmann, „haben wir allerdings hart diskutiert, wie was klingen soll. Manchmal nervig, doch gut getan hat's alle mal" – das Nachdenken über Töne und Takte.
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